Straßenschäden in Milliardenhöhe
Der Chaoswinter 2009/10 hat deutliche Spuren auf Deutschlands Straßen hinterlassen. Auf Autobahnen klaffen Löcher mit bis zu einem halben Meter Durchmesser. Überall in in Deutschen Städten entstanden zehntausende Löcher.
Der TÜV Rheinland schätzt, dass 30 bis 40 Prozent der Deutschen Straßen größere Schäden aufweisen, die meist auf den letzen Winter zurückzuführen sind. Auf der A1 wurde eine Rechte Spur in Richtung Süden bei Schleswig Holstein auf einer Länge von 7 km gesperrt. Auch in Nordrhein Westfalen wurden Straßen gesperrt und Tempolimits eingerichtet. Im Vergleich zum Vorjahr steigen die Reperaturkosten bis auf das vierfache an. Eine Schätzung die Leicht nachvollziehbar ist. Doch wer ist für die ganzen Kosten zuständig? Hier gilt das Grundprinzip: Autobahnen und Bundesstraßen werdem vom Bund bezahlt und innerorts sind die Kommunen zuständig. Im Einzelfall gibt es aber auch Sonderregelungen.
Eine erste Bilanz: Allein in Berlin werden 100 Millionen Euro für die komplette Sanierung des 5343 Kilometer langen Straßennetzes benötigt.Die Stadt hat aber nur 2.5 Millionen zur Verfügung. Auch in Lübeck wurden im 700 km langen Straßennetz über 14.000 Schlaglöcher gezählt. Geschätzte Reperaturkosten: 1.4 Millionen.Die Kommunen können diese Kosten nicht decken und sind auf die Hilfe vom Bund angewiesen.Doch dieser hat sein Konjunkturpaket 2 auch so gut wie aufgebraucht und muss Sparen. Somit scheint dem Bund nichts anderes übrig zu bleiben als Kfz-Steuer,Energiesteuer (Mineralöl- und Ökosteuer), Umsatzsteuer und Lkw-Maut zu erhöhen. Diese Einnahmen beliefen sich übrigens im letzten Jahr auf 54 Milliarden Euro.Ingesamt wurden aber nur 14 Milliarden Euro für den Straßenbau,Erhalt der Ampeln etc. ausgegeben. Also sind die Leittragenden mal wieder wir, die Steuerzahler. Es bleibt somit abzuwarten wie der Staat sich der kommenden Kostenwelle verhalten wird.
Ursachen für die Straßenschäden sind unteranderem die Kälteperioden mit starken Niederschlägen und Frost. Das Wasser sickert in kleine Bodenritzen in den Asphalt und gefriert. Druch das Ausdehnen des gefrorenen Wassers hebt sich die Oberfläche und wird brüchig. Bei starkem Verkehr verschlimmern sich die Löcher. Durch Erosionen enstehen tiefere Löcher in dem Asphalt. Dabei stellen Lkws eine sehr Hohe Belastung dar. Ein Lkw übt die gleiche Belastung aus wie ca. 100.000 Pkws!
Gefahr für Mensch und Auto
Autofahrer können die Kontrolle über ihr Fahrzeug verlieren und das Lenkrad verreißen.Zudem können Schäden an den Reifen,Felgen oder Achsen entstehen. Aus diesem Grund sollte man Vorsichtig sein und falls nötig auch Schritttempo fahren.Nicht jeden Schaden unbedingt umfahren,um auch andere Verkehrsteilnehmer nicht zu gefährden.